Hi Diana und Leah! Erzählt unserer Community gerne etwas über euch und euer gemeinsames Projekt “Melationship”.

Hey, danke, dass ihr euch Zeit nehmt uns und unser Unternehmen besser kennenzulernen. Wir beide arbeiten mittlerweile seit über vier Jahren zusammen. Anfänglich nur für Dianas Social Media Auftritte: Damals teilweise total oberflächlich, wie tägliches Produzieren von Bilder für Instagram bis hin zum konzeptionellen Arbeiten für YouTube-Videos oder Dianas ersten eigenen Podcast „Erwachsenwerden“.

Bereits mit dem Podcastprojekt haben wir gemerkt, dass es so viele Themen gibt, die häufig irgendwie „keinen Platz“ auf Social Media finden aber dennoch viele Menschen bewegt. Während der Corona-Pandemie haben wir das gezielt in Angriff genommen und uns zur Aufgabe gemacht, diese Themen leicht zugänglich für junge Menschen aufzubereiten. Heraus kam unser erster Ratgeber über Frauengesundheit, Sexualität und die Beziehung zu sich selbst: Melationship.


Das aus einem einzelnen Buchprojekt eine ganze Bücherwelt mit aktuell 9 Büchern und Guides sowie Zubehör entsteht, ein aufbauender Podcast, sowie ein Instagramaccount mit so wundervollen und aktiven Followern, hätten wir anfangs niemals gedacht. Unser Ziel war es von Beginn an aufzuklären, Tabus aufzubrechen und vielseitige Impulse zu setzen, wie man eine bessere Beziehung mit sich selber führt und eben Oberflächlichkeiten mal für einen Moment vergisst und sich damit auseinandersetzt, was wirklich zählt: unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Und mit dieser Vision Menschen zu erreichen, die uns dann zurückspielen, wie sehr ihnen unsere Produkte dabei helfen ist einfach unglaublich und motiviert sehr weiterzumachen.

Leah Smyra und Diana zur Löwen von Melationship (von links nach rechts)

2. Die Thematiken in euren Ratgebern und Workbooks reichen von Selbstliebe, Sexualität bis hin zu Karriere. Stammen die Tipps von euren persönlichen Erfahrungen oder habt ihr euch dafür Unterstützung geholt?

Eine so schöne Frage, denn wir leben ganz nach dem Motto „gemeinsam ist besser als gegeneinander“. So stammen neben den Geschichten von uns und unserem tollen, fleißigen Team, dass u.a. durch ärztliche Expertise abgerundet wird, einige Tipps und Inhalte aus der Feder von Menschen, die uns mit ihrer Arbeit inspiriert haben und die wir daraufhin nach einem kleinen Gastbeitrag gebeten haben.

So spricht beispielsweise Anna Wilken in einem Interview über Endometriose, Silvi Carlsson erzählt über toxische Beziehungen oder Fabian Grischkat teilt seine Meinung zu Männerbildern. Dennoch ist uns die fundierte Expertise bei unseren Büchern mindestens genauso wichtig und wird selbstverständlich nicht vergessen. So versuchen wir die Themen neben persönlichen Geschichten und unterschiedlichen Perspektiven durch Zahlen, Daten und Fakten zu erklären und aufzubereiten.

Dazu arbeiten wir bei Inhalten über den Körper und Gesundheit gezielt mit Ärzt:innen zusammen. Bei unserem Finanzratgeber für Einsteiger:innen haben wir uns ebenfalls Unterstützung geholt und die Inhalte gemeinsam mit dem Team von Finanzfluss leicht verständlich aufbereitet. So möchten wir durch nachvollziehbare Themenbezüge und knackige Texte eine moderne, kurzweilige und verständliche Alternative zu herkömmlichen Ratgebern bieten.

Ein Auszug aus dem Workbook „33 Tage Melationship“

3. Wie geht ihr mit Hate-Kommentaren unter euren Beiträgen auf Social Media um?

Vorab: Hate ist nicht gleich hate. Bei uns ist zum Glück der Großteil unserer Kommentare durchweg positiv. Dadurch, dass wir u.a. feministische Inhalte teilen, gibt es jedoch teilweise Reaktionen von Menschen, die eine ganz andere Ansicht teilen. Klar gibt es hier Kommentare, die vernünftig begründet werden, aber leider auch solche, die etwas einfach plump, wortkarg und beleidigend abwerten.

Meistens frage ich in solchen Fällen respektvoll nach, was dieser Person an dem Thema nicht gefällt oder ob sie das erläutern kann. Denn von anderen Ansichten und Argumenten kann man immer etwas neues lernen. So sehe ich in diesem Kontext negative Kommentare als Möglichkeit meine eigene Perspektive zu erweitern.

4. Hättet ihr euch damals im Teenager-Alter gewünscht, dass man offener über sogenannte Tabuthemen wie Frauenkrankheiten spricht?

Total! Alleine die Aufklärung zum Thema Verhütung hätte ich mir damals ehrlich gewünscht. Es gab in meiner Jugend gefühlt nur das Kondom oder die Pille, dabei sollte ein Verhütungsmittel wirklich individuell entschieden werden und nicht mit einem einzigen gynäkologischen Besuch leichtfertig verschrieben. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose recht gering ist und der Zusammenhang nie 100% eindeutig ist, habe ich damals mit der Pille eine bekommen. Klar, steht sowas in der Packungsbeilage, aber ich habe damals nicht verstanden wie gravierend eigentlich die Einwirkung der Pille auf den Körper ist.

Gynäkolog:innen haben verständlicherweise weitaus mehr als nur eine:n Patient:in am Tag, weshalb die zugehörige Aufklärung teilweise leider zu kurz kommt. Diese Lücke möchten wir u.a. schließen. Daher war uns wichtig in unseren Ratgebern gezielt verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen und so bspw. über hormonfreie Alternativen aufklären oder gar auf das Thema gleichberechtigte Verhütung eingehen.

Genauso bei dem von euch angedeuteten Thema Frauenkrankheiten: So liegt z. B. bis heute die durchschnittliche Diagnosezeit einer Endometriose bei zehn Jahren (!), falls man mit einem solchen Krankheitsbild bereits vertraut ist, wird man hoffentlich schneller hellhörig und tut starke Menstruationsschmerzen nicht leichtfertig ab, sondern fragt selbst aktiv nach Untersuchungen oder kann den eigenen Körper gezielter beobachten. Selbst der offene Umgang mit dem Thema Menstruation allgemein wäre wünschenswert gewesen. So bin ich damals immer heimlich mit Tampon auf die Schultoilette geschlichen ist, weil es mir so unangenehm und superpeinlich war. Ebenso wenn man ganz plötzlich seine Periode bekam und einen Blutfleck in der Hose hatte, den man unbedingt verstecken wollte und sich dafür einfach nur in Grund und Boden geschämt hat. Würden solche Themen von Beginn an als normal verstanden und alle würden offen darüber reden, blieben jungen Menschen solche Momente erspart und es wäre einfach das, was es ist: Man geht mit seinem Periodenprodukt auf die Toilette oder hat eben einen Blutfleck. That’s it. Das macht einen weder zu einem schlechten noch zu einem ekeligen Menschen.

5. Könnt ihr uns schon verraten, auf welche Ratgeber wir uns in Zukunft noch freuen dürfen?

Also unser neustes Baby ist ja der Masturbationsguide „Self Sex? Yes!“, mit dem wir die Masturbation zelebrieren und enttabuisieren wollen. Damit haben wir dann eine runde Auswahl an Büchern, die einen starken Fokus auf den Körper haben. Da uns aber auch die mentale Gesundheit sehr am Herzen liegt, könnt ihr euch sicher sein, das da in Zukunft etwas passendes kommt :).

Vielen lieben Dank, Diana und Leah! Wir sind begeistert von eurer Aufklärungsarbeit und sind so gespannt, auf welche Ratgeber, wir uns in Zukunft noch freuen dürfen!

Website: https://melationship.shop/

Instagram / Facebook: @melationship.de

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